Autor/in: Felizitas Marx, KAB Düsseldorf, Geschäftsführerin Katholische Jugendagentur Wuppertal gGmbH
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02. April 2026

 
Innere Antriebe prüfen und Richtung geben
 

Mit dem letzten Abendmahl an Gründonnerstag kommt eine enorme menschliche Dynamik in der damaligen Zeit auf. Das vorher Verborgene wird offenbar. Kirchlich bedeutungsvolle Zeichen, göttliche Zusage, tragisches Geschehen mit Verrat und Verhaftung, Respekt vor dem freien Willen eines jeden bestimmen den Werdegang von vielen Beteiligten. Nichts scheint vergeblich. Jesus prophezeit, was sein wird, und fasst zugleich Hoffnung, dass ein tieferer Sinn in allem Handeln liegt. 

Ich frage mich, wie man sich die eigene Identität, den persönlichen Mut und das Gottvertrauen in dieser existentiellen Gemengelage bewahrt. Ein Gedanke von Papst Franziskus kommt mir in den Sinn: „Indem man liebt, verkündet man den Gott, der die Liebe ist – nicht durch mühevolles Überzeugen, niemals, indem man die Wahrheit aufzwingt, und auch nicht, indem man sich auf irgendeine religiöse oder moralische Pflicht versteift. Gott verkündet man durch die Begegnung mit den Menschen und unter Berücksichtigung ihrer Geschichte und ihres Weges.“ 

Gott bietet uns die Freiheit zur eigenen Entscheidung und damit die Möglichkeit, zwischen Optionen zu wählen. Die moralische Freiheit und damit der freie Wille in Verantwortung liegen tiefer. Er bedeutet, reflektiert zu handeln und zu wissen, wofür man einsteht. 

Möglichst liebevoll. 

Felizitas Marx, KAB Düsseldorf, 

Geschäftsführerin Katholische Jugendagentur Wuppertal gGmbH

 
 
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