Autor/in: Mario Amico, KAB Düsseldorf
͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌  
 
head-nl
 

29. März 2026

 
Palmsonntag
 

Am Palmsonntag zieht Jesus nicht auf einem stolzen Pferd in Jerusalem ein, sondern auf einem Esel. Kein Zeichen von Macht, sondern von Sanftmut. Kein Auftritt der Stärke, sondern der Bescheidenheit. Der Esel trägt – still, geduldig, unspektakulär. Gerade darin wird er zum Vorbild für die Fastenzeit. Der Esel drängt sich nicht in den Mittelpunkt. Er erfüllt seine Aufgabe ohne Lärm, ohne Anerkennung einzufordern. Er trägt das, was ihm anvertraut ist. 

Wie anders ist oft unser Wunsch: gesehen werden, sich durchsetzen, glänzen. Doch der Weg Jesu führt über Einfachheit, nicht über Größe. 

Fasten kann heißen, vom Esel zu lernen: Lasten mitzutragen, ohne zu klagen. Raum zu geben, statt sich vorzudrängen. Den eigenen Wert nicht im Applaus zu suchen, sondern im treuen Tun. 

Der Esel bringt den Frieden in die Stadt. Er trägt den, der Liebe verkörpert. Vielleicht sind auch wir gerufen, Trägerinnen und Träger des Friedens zu sein – leise, geduldig, verlässlich. Manchmal wirkt das Kleine unscheinbar. Doch Gott wählt oft gerade das Einfache, um Großes zu bewirken. 

Palmsonntag lädt ein: Geh den Weg der Sanftmut. Trage mit Geduld. Und vertraue darauf, dass Gott auch durch das Leise wirkt.

Mario Amico, KAB Düsseldorf

 
 
» Der Impuls als PDF