Der tägliche Blick in die Nachrichten kann einem Bauchweh machen – man traut sich fast nicht mehr, Nachrichten zu hören – aus Angst vor der nächsten Schlagzeile.
Dagegen – ein tief empfundenes „Amen“!
Viele wissen: „Amen“ stammt aus dem Hebräischen und bedeutet Zustimmung. Doch das ist nur ein Teil. Der Wortstamm „am’n“ meint auch treu, zuverlässig, standhalten, sich festmachen, stützen – und trägt in sich ein wunderschönes Bild: „Ein Kind zärtlich in den Armen tragen.“
Wenn wir im Gottesdienst „Amen“ sagen, ist das kein bloßes „Meinetwegen – soll sein!“, sondern ein Neu-Festmachen in Gott – in jenem Gott, der uns hält wie eine Mutter ihr Kind.
„Amen“ ist aktiv. Es bedeutet: „Du kannst mit mir rechnen – ich bin verfügbar, bereit!“
Das ist eine Haltung, die gerade heute guttut: nicht jammern, verzagter Rückzug und Resignation, sondern aus tieferem Halt heraus vertrauensvoll anpacken.
Veränderung beginnt im Kleinen. Haben Sie heute schon jemanden angelächelt, ein freundliches Wort gesagt? Haben Sie etwas gespendet oder ganz konkret einem Menschen geholfen? Leben Sie ausgeglichen – so dass man sich in Ihrer Umgebung wohlfühlt? Wo engagieren Sie sich: persönlich, ehrenamtlich, beruflich?
Gehen wir’s an: Die Welt besser machen – das liegt auch und gerade an uns.
Gerald Gump, Pfarrer in Wien, Bundespräses Kolping Österreich |