Autor/in: Peter Jansen, Köln
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19. März 2026

 
Heil’ger Josef, Schutzpatron
 

Die Fastenzeit wird heute durch das Hochfest des Hl. Josef unterbrochen. Josef von Nazareth aus dem Geschlecht Davids wird uns im Neuen Testament als Mensch vorgestellt, der sich für das Leben einsetzt und sich für Jesus und Maria einsetzt, wenn es brenzlig wird: „Wenn ich auch nicht der Vater bin: Ich bin der Vater, wenn euer Gesetz und eure Paragrafen das verlangen, wenn ihr Beamten das wollt“, so hat es Wilhelm Willms einmal formuliert. Josef ist da, wenn er gebraucht wird und flieht mit der Familie nach Ägypten vor den Häschern des Herodes. Er diskutiert nicht – er handelt! Das macht ihn für uns so sympathisch.

Seine Hochzeit in der Verehrung hat er im 19. Jahrhundert. Da wird er zum Schutzpatron der Kirche. Da wird er um Fürbitte angerufen, weil die Menschen sich mit seiner Tatkraft identifizieren können: Josef, der Handwerker, der Arbeiter. Viele Gemeinschaften machen ihn zum Patron – so auch das Kolpingwerk (1849). Jemand, der mit dem Hobel, der Säge, dem Hammer und der Zange umgehen kann, wird gebraucht in einer Zeit des Umbruchs. Viele Bilder zeigen ihn mit Schürze in seiner Zimmermannswerkstatt, gemeinsam mit dem jungen Jesus.

Das sind vielleicht nicht mehr unsere Bilder, aber was dahintersteht, ist zukunftsfähig: ein Vorbild, ein Mann, der handelt, der dem Leben dient, der uns Jesus berührbar macht – auch wenn vieles dem entgegenstehen mag. Adolph Kolping schreibt einmal: „Schön reden tuts nicht, die Tat ziert den Mann“ – aus dem Wort „Mann“ können wir heute „Mensch“ machen, aber Kolping hat hier sicher recht!

Peter Jansen, Köln

 
 
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