In den biblischen Texten beschreibt der Evangelist Johannes Jesus als Reisenden, der auf Menschen unterschiedlicher Zugehörigkeit trifft und die er anspricht. In den Erzählungen wird von vielfältigen Begegnungen mit Männern und Frauen verschiedener Glaubensgemeinschaften und mit unerwartetem Ausgang berichtet. Jesus beabsichtigt durch sein Auftreten, gehört und gesehen zu werden. Eine Kommunikation entsteht, die Aufsehen erregt.
In einem der Lesungstexte heute setzt Jesus ein sichtbares Zeichen und macht einen Blindgeborenen über Nacht sehend. Doch es fällt den Angehörigen schwer, dieses Wunder zu verstehen und es verunsichert zugleich die Machthabenden.
Wir erfahren von Alltagssituationen, die nicht alltäglich bleiben. Wir werden mit wundersamen „Lichtblicken“ konfrontiert, die von Menschen ausgehen, die sich mit dem Geist Gottes erfüllen lassen und Gottes geistige Stärkung in sich aufnehmen. Es sind Menschen, die nicht zerstören, die anderen Menschen den Weg zum Frieden weisen, die Verunsicherung und Angst überwinden, die Beziehungen eingehen. Es wird deutlich, dass der sehend gewordene Mensch in die Zugehörigkeit Gottes hineinwächst.
Wir werden zum Zeichen Gottes, wenn wir mit Herz und Verstand Gott in der Welt, auch in dramatischen Zeiten unseres Daseins, durchschimmern und aufleuchten lassen. Jesus traut uns zu, dass wir im Alltäglichen Erhellendes zum persönlichen und gesellschaftlichen Frieden beitragen.
Laetare - Freue Dich. Gott ist mit uns!
Felizitas Marx, KAB Düsseldorf,
Geschäftsführerin Katholische Jugendagentur Wuppertal gGmbH |