Am vergangenen Wochenende hatte ich die Freude, ein Einkehrwochenende zu leiten. Es stand unter dem Titel „In Sachen Zukunft – aus welcher Hoffnung leben wir?“. Rund um das Thema „Hoffnung“, das so gut in diese Tage passt, haben wir gesprochen, innegehalten, gesungen, gebetet. Es hat mich zu einem Meditationstext angeregt:
Stell dir ein Haus vor, das mitten in deiner inneren Landschaft steht.
Ein schlichtes, warmes Haus – nicht groß, aber voller Licht.
Wenn du eintrittst, merkst du: Hier darfst du loslassen, was schwer geworden ist.
Hier muss nichts perfekt sein. Hier dürfen Wunden atmen.
Gott hat dieses Haus gebaut und es gibt Räume, die dich erwarten:
Einen Raum des Friedens, in dem alles in dir langsam zur Ruhe kommt.
Einen Raum des Trostes, in dem deine Tränen nicht beurteilt werden, sondern gehalten.
Einen Raum der Heilung, in dem du spürst: Die Zeit und Gott selbst berühren dich sanft von innen.
Einen Raum des Mutes, in dem ein kleines Licht brennt, das dir zuflüstert: Du kannst weitergehen.
Und einen Raum der neuen Wege, der dich daran erinnert, dass Zukunft möglich ist — auch jetzt, auch für dich.
Vielleicht öffnet sich heute in diesem Haus nur eine Tür für dich. Vielleicht mehrere. Vielleicht spürst du nur ein leises Aufatmen.
Doch was immer du dort findest: Es ist Hoffnung. Sie lebt in dir.
Und dieses Haus steht dir jederzeit offen.
Esther Dufner, Köln |