Autor/in: Susanne Gruppe, Düsseldorf
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25. Februar 2026

 
Kontaktabbrüche
 

Kontaktabbrüche ziehen sich durch mein Leben. Manches Mal ist es ein leises Ausschleichen und manchmal ein harter, kaum auszuhaltender Bruch. Manchmal kann ich es einfach so akzeptieren (und es kommt mir vielleicht auch entgegen). Ein anderes Mal ist es schmerzlich und wirft mich auf mich zurück, auf meine Fehler und Unzulänglichkeiten. 


Ich muss es ertragen, dass manche Menschen unversöhnlich wirken und nicht mehr sprechen wollen. Wenn keine Aussprache oder Annäherung mehr möglich ist, bleiben Bitterkeit, Groll und auch Hass. 


Ich bleibe in einer Einbahnstraße, wenn ich mir Vergebung, Annäherung und Versöhnung wünsche und mein Gegenüber sprachlos bleibt.


Ich glaube aber Versöhnung ist eine Entscheidung und nicht nur ein Gefühl. Meine Haltung ändert sich. Und da kommt Gott ins Spiel, nur mit ihm kann ich Lasten loslassen und mich seinem Willen hingeben, vertrauen und darauf hoffen, dass Gott die Wege ebnet. Da berufe ich mich auf die Bibelstelle aus Kolosser 3,13: „Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat, wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr.“


Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, meine Bitterkeit in Gottes Hände zu legen.


„Guter Gott, ich halte dir die Brüche in meinem Leben hin. Du kennst meine Verletzungen und meinen Groll. Du möchtest die Versöhnung, ein Aufeinander-Zugehen, ich schenke dir meine Bereitschaft dazu. Lass mich das Gute im anderen sehen und ihn in mein Gebet einschließen. Schenke du mir den Frieden und verbinde was zerbrochen ist.“

Susanne Gruppe, Düsseldorf

 
 
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