„Am Aschermittwoch ist alles vorbei, die Schwüre von Treue, sie brechen entzwei…“ - Alles aus!
Der Aschermittwoch signalisiert eine andere und neue Botschaft, eine, die nicht lieblich und hoffnungsfroh klingt: Staub bist Du und zum Staub wirst Du zurückkehren. Du bist ein Nichts und Du wirst unbedeutend werden.
Sie waren sicher schon bei einer Urnenbeisetzung dabei. Ich selbst habe viele geleitet, aber sie bleiben für mich unnatürlich und fern. Eine kleine Urne, vielleicht hübsch bemalt, oder mit Symbolen beklebt, die den Fußballclub oder die Heimat des Verstorbenen symbolisieren – darin eine Kapsel mit der Asche des/r Verstorbenen: Staub bist Du – entmenschlicht.
Nicht umsonst haben sich die ersten Christen in Rom für eine Erdbestattung der Verstorbenen in den Katakomben eingesetzt: Die Verstorbenen ruhen und warten auf ein ewiges Leben bei Gott. Tausende Verstorbene harren so in den Katakomben auf die Wiederkunft Christi. Das war das Besondere bei den ersten Christen und vor allem ein Zeugnis des Glaubens auf ein Leben nach dem Tod. Das hat sich scheinbar nicht durchgesetzt – auch katholische Kirchen werden zu Kolumbarien – Orte der Beisetzung von Urnen.
Trotz dieser heutigen Worte vom Staub, zu dem wir zurückkehren, ist uns eine viel bedeutendere Botschaft zugesagt: Du bist wichtig in den Augen Gottes, sogar die Haare auf Deinem Kopf sind bei Gott gezählt! Unsere Namen sind in die Hände Gottes eingeschrieben.
Mach etwas daraus in den nächsten 40 Tagen der Fastenzeit. Werde ein Christ, eine Christin, die sich der Verantwortung vor Gott bewusst wird.
Peter Jansen, Köln |